Phobie

Arbeitsschwerpunkte bei Phobie:photo_phobien

  • Spinnen, Schlangen, Hunden, Käfer, …

  • Aufzügen

  • Höhe

  • Fliegen

  • Menschen (Gruppen)

  • Donner, Blitz,

  • Zahnarzt

Spezifische Phobie

Objektbezogene Ängste 
Die spezifische Phobie besteht entweder aus einer deutlichen Furcht vor einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Situation (außer Agoraphobie oder sozialer Phobie) oder aus einer deutlichen Vermeidung solcher Objekte oder Situationen.

Häufige phobische Objekte und Situationen sind Tiere, Vögel, Insekten, Höhen, Donner, Fliegen, kleine geschlossene Räume, Anblick von Blut oder Verletzungen, Injektionen, Zahnarzt- und Krankenhausbesuche.

Einteilung der spezifischen Phobien

  • Tier-Typ: z. B. Insekten (Spinnen, Käfer, Schnecken), Schlangen, Mäuse, Hunde,

  • Naturgewalten-Typ: z. B. Gewitter, Donner, Blitz, Feuer, Wasser (Meer)

  • Blut-Spritzen-Verletzungstyp: Angst vor Blut, Spritzen, Verletzung, medizinischer Behandlung (Zahnarzt)

  • Situativer Typ: z.B. Fahrstuhl, Tunnel, Fliegen, Dunkelheit – also nur einzelne (spezifische) Phobien im Gegensatz zur Agoraphobie, die verschiedene Ängste umfasst

  • Anderer Typ: z. B. Angst vor spitzen Gegenständen, Bakterien, Schmutz, öffentlichem Wasserlassen (bei Männern)

Ursachen der spezifischen Phobie
Viele spezifische Phobien haben ihre Wurzeln in der Kindheit und spiegeln die falsche Einschätzung von bestimmten Objekten und Situationen als gefährlich wider (80 Prozent der Tierphobien beginnen in der Kindheit),

in traumatischen Ursachen (z.B. Hundebiss, Wespenstich, Steckenbleiben des Lifts),

in einer biologischen Vorgeformtheit durch die Evolution, z.B. sind viele Tier-, Gewitter-, Dunkel- und Höhenängste nicht erlernt, sondern vererbt und müssen im Rahmen der kindlichen Entwicklung bewältigt werden,

in zunehmender Vermeidung Furcht einflößender Objekte und Situationen, sodass mangels Lernerfahrungen die entsprechenden Ängste zunehmen.

Zu der Angst kommt starker Ekel hinzu
Die Erfolgsaussichten einer Verhaltenstherapie gegen Spinnenphobie bezeichnet Gerdes als gut. Angst vor Spinnen ist eine eindeutige Sache. Daher kann diese Angst besser behandelt werden als zum Beispiel eine soziale Phobie.

Um die Therapie weiter zu verbessern, müssten die Therapeuten ihr Augenmerk stärker darauf legen, dass zu der Angst vor Spinnen in fast allen Fällen auch noch starker Ekel kommt. Weil der Aspekt Ekel derzeit noch zu wenig beachtet werde, seien viele Spinnenphobiker nach der Therapie zwar ihre Angst los, der Ekel vor den Krabbeltieren bleibt jedoch.